Die Prinz-Georg Stiftung zu Kassel ist im Testament vom 3. Juli 1747 des Prinzen Georg von Hessen begründet. Sie verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke durch Unterstützung armer und hilfsbedürftiger Personen. Zur Zeit des Erblassers waren damit insbesondere Soldatenwitwen und verwaiste Soldatenkinder gemeint. Unterstützt werden sollten vornehmlich Personen aus dem ehemaligen Kurfürstentum Hessen. Die Zuwendungen sollten einmalig, jährlich und geldlich erfolgen.

Das Vermögen der Stiftung besteht aus mündelsicheren Wertpapieren, Vermächtnissen und Schenkungen, sowie einer Ablösungsrente des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen in Kassel. Etwaige Gewinne der Stiftung dürfen nur für den verfassungsmäßigen Zweck verwandt werden. Die Stiftung wird von den Direktionsmitgliedern der Stiftung „Hessisches Waisenhaus zu Kassel“ und deren Geschäftsführung geleitet. Von der Stiftung bedachte Personen werden ohne schriftliches Verfahren auf Antrag und Empfehlung unter Ausschluss des Rechtsweges ausgewählt.